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Aktuell ist der juristische Arbeitsmarkt in einer guten Verfassung: Angehende als auch berufserfahrene Juristen können, wenn sie entsprechende Qualifikationen haben oder mobil sind, frei wählen, wo sie gerne arbeiten möchten. Dies gilt für Kanzleien und Unternhemen, aber auch für Arbeitgeber wie Verbände und Vereine oder den öffentlichen Dienst. Diese Tatsache spiegelt sich auch in den Gehältern wieder, denn diese steigen weiter an, vor allem bei Berufseinsteigern. Bei der Gehaltsentwicklung hat sich dennoch nicht viel geändert. In den Top-50-Kanzleien steigen die Gehälter stufenweise an. Jedoch gibt es diese Entwicklungen in Boutiquen oder kleineren Kanzleien meist nicht. Möchte man dennoch einen Gehaltssprung realisieren, kann man diesen nur bei einem Kanzlei- oder Unternehmenswechsel erlangen.

Fragt man sich nach den Ursachen des Fachkräftemangels im Juristenbereich, kann man zum einen sagen, dass sich die Zahl der Diplom-Juristen und Assessoren zwar auf hohem Niveau bewegt, die Zahl der Absolventen jedoch anhaltend zurückgeht. Desweiteren kommen immer mehr neue Aufgaben auf die Juristen zu, zum Beispiel im Bereich Compliance, Datenschutz oder Legal Tech. Letztendlich liegt es aber auch daran, dass viele Kanzleien und Unternehmen bei der Einstellung sehr zurückhaltend waren. Dabei lag die Kostenoptimierung vor der Expansion. Hinzu kommen noch die zahlreichen Anwälte die sich selbstständig gemacht haben, sogenannte „spin-offs“.

Was is nun zukünftig zu tun?

Das Augenmerk sollte auf dem professionalisieren des Recruitings liegen. Diese Aufgabe an nicht entscheidungsbefugte zu delegieren bringt nichts. Unternehmen oder Kanzleien sollten externe Dienstleister in Anspruch nehmen und diese Aufgabe „outsourcen“. Zusätzlich gewinnt man nur dann geeignetes Personal wenn man ein attraktiver Arbeitgeber ist. Dabei spielt der Internetauftritt als Visitenkarte und erste Anlaufadresse für Arbeitnehmer eine große Rolle. Eine Kanzlei muss sich genau positionieren und wichtge Fragen klären: Wer sind wir und was unterscheidet uns als Arbeitgeber von den anderen? Zuletzt ist es immer von Vorteil sich eine Alternative zurecht zu legen. Erfahrene Juristen auf Zeit, Interims-Juristen, decken immer öfter Engpässe ab und sind im Zweifel nicht nur günstiger sondern auch erfahrener als „Secondees“.